Freitag, 5. Juni 2015

Lesen, my happy place (3+4+5 /2015)

Dank langer Autofahrten als Beifahrer konnte ich in den vergangen drei Monaten einige Bücher lesen. Wieder sehr viel Fantasy (mein Mann verdreht schon die Augen, weil er auf dem Kindle nichts anderes findet als Teenie-Fantasy-Zeugs) und ein paar Bücher in anderen Genres, die unsere Kleinstadtbücherei so auf Lager hatte.



Fantasy:


Jennifer Benkau: Dark Destiny
Zweiter und letzter Teil der Geschichte um Neél und Joy.  Der erste Teil hatte mir schon sehr gut gefallen, und ich wurde hier nicht enttäuscht. Die Geschichte endet mit dem wehmütigen Eingeständnis, dass wir manchmal einfach zu verschieden sind,  um miteinander leben zu können - aber wir können trotzdem lernen, die Unterschiede aneinander zu akzeptieren und letztendlich zu lieben.


Cassandra Clare: City of Fallen Angels, City of Lost Souls, City of Heavenly Fire
Teil 4,5 und 6 der Mortal Instruments Reihe. Die ersten drei Teile habe ich letzten Monat gelesen und hatte ehrlich gesagt befürchtet, dass die weiteren Teile schwächer sein würden. Glücklicherweise hab ich mich geirrt! Das Tempo steigt, eine Action jagt die nächste und - wovon ich auch positiv überrascht war - die Geschichte kommt auch weiterhin ohne Schmalz und Kitsch aus. Es gibt zwar einiges an Teenie-Romantik, aber irgendwie cool. Die Heldin Clary hat was von Merida, eine sympathische rotlockige Mischung aus Nice Gal und Badass. Mag ich!


Susan Ee: AngelfallWorld After und End of Days
Penryn and the End of Days ist der Untertitel der Fantasy-Serie, in der sich die Heldin mit ihrer Schwester und geisteskranken Mutter in einer dystopischen Welt durchschlagen muss, die von Engeln beherrscht wird - grausamen Engeln... ein kleines bisschen Romantik, viel Action und eine toughe Heldin - genau, wie ich's mag.


Science Fiction:


Beth Revis: Across the Universe, A Million Suns und Shades of Earth
Was für ein Glück, wenn man eine neue Trilogie beginnt, und alle Teile sind bereits erschienen! Ich muss immer wieder über mich schmunzeln, wenn ich daran denke, dass ich Filme und Serien à la Raumschiff Enterprise und Star Wars noch nie leiden konnte, diese Bücher aber mit Genuss verschlinge.
Hier geht es um eine neue Erde, die Galaxien entfernt auf die Besiedler wartet - doch zuvor müssen diese jahrhundertelang in einem Raumschiff überleben. Endlich auf der neuen Welt angekommen, ist nichts so wie erwartet. Spannende Sci-Fi-Trilogie!


Terry Schott: The Game, Digital Heretic, Interlude - Brandon, Virtual Prophet und Digital Evolution
Fünf Bände um eine nicht neue, aber gut umgesetzte Idee: In Wirklichkeit leben wir gar nicht in der Welt, in der wir uns befinden - es ist alles nur ein Computerspiel. Eine Simulation. Wenn wir sterben, wachen wir in der echten Welt als jugendliche Computerspieler auf. Was aber, wenn es mehr als eine Simulation gibt? Was, wenn die Simulation droht, abzustürzen? Was passiert mit den Spielern, wenn sich ihr Avatar in Nichts auflöst?
Gute Geschichte, wurde aber nach den ersten 3 Bänden doch eher langweilig und ich habe lustlos zu Ende gelesen.


Fiktion:


Leena Parkinnen: Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte
Offensichtlich hat hier der deutsche Verlag versucht, auf den Erfolg von Jonassons "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" anzuknüpfen - denn der finnische Originaltitel hat mit dem deutschen Titel nichts zu tun...

Wie auch das Buch selbst nur insofern mit Jonassons Roman verglichen werden kann, als dass beide aus Skandinavien stammen.
Den reduzierten Stil der Autorin mag ich sehr gerne, inhaltlich war es mir ein wenig zu deprimierend. Im Moment ertrage ich Deprimierendes nur, wenn es ganz und gar realitätsfern ist (daher mag ich derzeit Dystopien so gern) und das sind Kriegsgeschichten nun mal nicht. Die etwas skurrile Beziehung der alten Finnin mit der jungen, schwangeren Persin im Vordergrund jedoch hat mir sehr gut gefallen.


Daniel Glattauer: Die Wunderübung
Sehr kurz, sehr vorhersehbar, und trotzdem witzig. Wenn man gerade keine Eheprobleme hat. Sonst kann man wohl nicht darüber lachen!


Charlotte Rogan: In einem Boot
Sehr düster, und obwohl eine spannende Menschen- und Persönlichkeitsstudie, hat mich diese Geschichte von einem Titanic-ähnlichen Schiffsunglück zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht wirklich erreicht. Vielleicht wollte ich mich auch nicht erreichen lassen. Der Grund dafür: siehe "Die alte Dame..."!


Lauren Weisberger: Der Teufel trägt Prada
Ich gehöre wahrscheinlich zu der Handvoll Menschen, die bis jetzt weder den Film gesehen, noch das Buch gelesen habe. Hiermit habe ich das nachgeholt, und mich beim Lesen gut amüsiert. Den Film werde ich mir dennoch nicht ansehen, wenn ich schon mal das Buch gelesen habe, bin ich vom Film meist enttäuscht.



Was habt ihr in letzter Zeit gelesen? Her mit euren Tipps.
Und weil ich das Lesen so liebe, verlinke ich auch zum Freutag.
Nina.

Meine Leseliste der ersten beiden Monate dieses Jahres findet ihr hier.

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