Sonntag, 6. Oktober 2013

P*E*C* - Woche 1

So. Erste Woche von "Project: Eat Clean" absolviert.

Mit mäßigem Erfolg... tja.

Immerhin an zwei Tagen habe ich mich ganz gut beherrscht, und bin tatsächlich sofort belohnt worden - mit einem anderen Aufwachgefühl am nächsten Morgen. Es ist unglaublich, aber wenn ich mich am Abend nicht vollstopfe, wache ich am nächsten Tag erholter auf, mit einem anderen, angenehmen "Bauchgefühl".

An den anderen Tagen habe ich zwar gegen meine vier Regeln verstoßen, aber mein Essverhalten viel genauer beobachtet und neue Erkenntnisse gewonnen.

Für mich ist Essen wirklich wie eine Droge. Als ich zum Beispiel am Mittwoch nach einem Vormittag im Spital heimgekommen bin (der Kleine hat ein Gipsbein verpasst bekommen und es war wirklich Knochenarbeit (ha! Wortspiel), ihn dazu zu bewegen, sich röntgen und den Gips anlegen zu lassen), war ich physisch und psychisch ausgelaugt. Psychisch, weil mir klar war, dass meine restliche Woche nun völlig anders als geplant verlaufen würde. Physisch, weil ich nun ein 20 Kilo schweres Tragebaby hatte...

Die Krücken sind nur als Schießgewehr  im Einsatz.


... also ab in die Küche. Mein ComfortFood ist Käsebrot. Ich hatte keinen körperlich spürbaren Hunger. Ich wollte nach einem Käsebrot aufhören. Und diesmal habe ich mich richtig bewusst beobachtet, wie ich innerlich mit jeden Bissen ruhiger werde und runterkomme. Nach 4 Broten hab ich mich einerseits besser, andererseits schlechter gefühlt. (Und eine Stunde später dann mit den Kindern "normal" Mittagessen gegessen.)


Somit ist jetzt meine große Herausforderung, dass ich einen anderen Weg finde, mich zu beruhigen, wenn ich Sorgen habe, müde und aufgewühlt bin. Aber was? Essen ist so leicht.

Ich will immer nur zwei Dinge: abnehmen und essen.


Und noch etwas habe ich beobachtet:
Ich bin auch ein Gesellschaftsesser. Wir hatten die Elders zu Gast, und ich hatte eine superleckere Lasagne gemacht. Als wir uns zum Essen hinsetzten, hatte ich überhaupt keinen Hunger. Trotzdem habe ich gegessen... erst wollte ich einfach nur ein bisschen... aber dann wiedermal kein Ende gefunden. 

Das ist die zweite Herausforderung: zu lernen, etwas am Teller zu lassen. Einfach aufzuhören, auch wenn der Teller, der Topf, noch lange nicht leer sind. 

Soweit, so erkenntnisreich. 
Auf in eine neue Woche. 

Weil heute eine weitere Chance ist,
es richtig zu machen.


Wie ist es euch gegangen? Gehört ihr auch zu der "Immer-aufessen-müssen"-Fraktion? Wie beruhigt ihr euch, wenn ihr aufgewühlt seid? 

Ich danke euch. Allein, dass ich weiß, dass das hier jemand liest und mich auf diesem Weg begleitet, hilft mir! 




Kommentare:

  1. Ich finde es wichtig, dass man sich selbst genau beobachtet und seine "Macken" kennenlernt, so wie du das tust, wenn man sein Essverhalten grundlegend ändern will.
    Das ist nun mal furchbar schwer. Ich finde, du machst schon die richtigen Anfänge.
    Ich bin auch ein Streßesser. Ich essen Schokolade als Seelentröster bei Streß, heimlich zwischendurch, oder mal Gummibärchen. Ohne Hunger, meist sogar ohne Lust drauf, einfach nur "Nervennahrung".
    Einen gesunden Ersatz (Alternative war früher bei mir Rauchen) habe ich auch noch nicht gefunden.
    Vielleicht hilft nur sich bewußte kleine Streßauszeiten zu nehmen, wann immer möglich. Oder sich mit anderen Kleinigkeiten Gutes zu tun. Ich könnte mir bei Streß einen leckere Tasse Tee gönnen oder einen Apfel. Aber das Zubereiten dauert länger, als wenn ich mir einen Riegel Schoki reinstopfe...
    Ich wäre auch gerne mind. 30kg eher 40kg los, aber ich finde keine echte Motivation für einen Anfang zur Ernährungsumstellung.
    Ich bewundere dich wirklich, hab aber erstmal keine Tipps. Mag aber sagen: weiter so, ich schau gerne weiter hier rein und versuche dich zu untersützen!
    LG Eva

    AntwortenLöschen
  2. Ich muss gestehen, nach meinem Freß-Wochenende (waren bei Freunden über Nacht + GK + vielem Essen), habe ich erst heute (ein bissi schuldbewusst) an dich/unseren Vorsatz gedacht.

    Aber eines habe ich gemerkt: ich höre definitiv zu wenig darauf, wann ich satt bin.

    Werde diese Woche besser drauf achten.

    Für dich einen Tipp habe ich auch nicht - außer, statt Brot Obst zu essen oder die "Diät" von Ruth Moschner: eine halbe Stunde vorm Essen 1-2 Stück ganz dunkle Schokolade (am besten 80% oder aufwärts) zu essen. Das reduziert das Hungergefühl.
    Habe ich mal ausprobiert und funktioniert wirklich. Ich mag aber auch dunkle Schokolade - wobei 80% bei mir die Grenze sind.

    Liebe Grüße,
    Miriam

    PS: Stundenlanges Häkeln und wieder auftrennen hält mich auch vom Essen ab. ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Ich muss gestehen, ich bin wohl auch Gesellschaftsesser ^^ Tolles Wort! Kannte ich noch nicht, aber trifft es wohl sehr gut.
    Auch das Stressessen kenne ich gut... Ich habe es noch nicht abstellen können, aber einigermaßen umgeleitet. Ich sorge dafür, dass ich z.B. an der Arbeit Paprika, Gurke, oder Möhren mit habe ;) (als mein "ComfortFood" müsste ich wohl Schokolade angeben)
    Vielleicht hilft dir auch eine "Ersatzdroge" ;)

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Nina,

    wenn ich Stress habe wechseln sich bei mir Chips und Schokolade ab. Meistens natürlich dann abends vorm Fernseher oder nebenbei aufm Schreibtisch, wenn´s wieder bissl länger dauert. Ich muss mich wirklich zügeln, dass ich abends nichts mehr nach dem Abendbrot esse. Auch habe ich bei mir beoabchtet, dass ich ebenfalls immer abesse UND meistens noch mal nachnehme, OBWOHL ich schon total satt bin. Seit eine paar Tagen achte ich bewusst darauf und denke an deine Tipps: Iss, auf was du Lust hast und hör auf, wenn du satt bist! Das hilft mir bisher sehr sehr gut und ich fühle mich viel wohler, nicht mehr so voll.

    Es ist gut, dass wir uns beobachten und es wird lange so bleiben müssen, denke ich. Man verfällt einfach zu schnell alten Gewohnheiten. Aber ich drücke uns weiterhin die Daumen.

    Liebe Grüße,
    Linda :)

    AntwortenLöschen